Radtouren zur Annalinde

 

Kirchhausen, Deutschordensschloss

ein Ort der 1972 in die Stadt Heilbronn eingemeindet wurde und  kurz vor der Annalinde liegt. Bei der Durchfahrt ist mir dieses prächtige Schloss aufgefallen und es musste fotografiert werden. Es handelt sich hier  um ein ehemaliges Wasserschloss des Deutschen Ordens, erbaut in den Jahren 1572 bis 1578 im Auftrag von Heinrich von Bogenhausen. Früher war der Graben mit Wasser gefüllt. 1965  wurde das Schloss renoviert und ist heute Sitz des Bürgeramtes Kirchhausen. 

 

Annalinde oder auch St. Anna-Linde genannt

ist eine ca 300 Jahre alte Winterlinde mit einem Stammumfang von ca 7,2 Meter und einer Höhe von ca. 28 Metern. Seit dem 23. April 1941 ist sie ein eintragenes Naturdenkmal. Damit man eine ungefähre Vorstellung bekommt wie mächtig dieser Baum ist, stellte ich mein Rad vor die Linde.

Neben der Linde steht das Annakreuz, laut einer Legende wurde es als Erinnerung für die ehemals hier stehende Annakapelle aufgestellt. Die Kapelle soll in der Reformationszeit während eines Festgottesdienstes durch Kerzen, die mit Schießpulver gefüllt waren, gesprengt worden sein. Zu dieser Kapelle fand man bisher keine Urkunden und keine Grundmauern .

Spontane Entscheidung diesen imponierenden Baum für meinen ⇒ Quartalsblick zu verwenden

 

Hipfelhof

der nicht weit von der Annalinde entfernt liegt. Der Hipfelhof ist ein historisches Hofgut im Heilbronner Stadtteil Frankenbach. Erstmals wurde er 1229 erwähnt und verfügt über eine bewegende Vergangenheit ⇒ Wikipedia Siedlungsgeschichte  u.a. fiel der Hof 1803 an Bayern und wurde 1812 von der Verleger- und Freiherrenfamilie von Cotta käuflich erworben. Im Jahr 1949 plante das Landratsamt Heilbronn eine Pendlersiedlung für 4 - 5000 Menschen an dieser Stelle und enteignete die Familie Cotta. Vom Freiherr wurde daraufhin Klage eingereicht, der Verwaltungsgerichtshof Stuttgart befand die Enteignung für rechtens, verbot aber auch  dem Landratsamt Heilbronn die Nutzung der strittigen Ländereien für den sozialen Wohnungsbau. Auch die alternative Besiedelung mit Voll- Klein- und Nebenerwerbsiedlungen wurde 1951 vom Landwirtschaftsminister abgelehnt. Das geplante Großprojekt wurde 1953 in Neckarsulm auf dem Amorbacher Feld mit dem Bau des Stadtteils Amorbach umgesetzt. 

 

Über Bad Friedrichshall und Bad Wimpfen ging es Richtung Biberach und weiter nach Kirchhausen. Der Weg von der Annalinde zum Hipfelhof war nicht so Radfahrfreundlich aber befahrbar. Über Frankenbach und Neckargerach führte der Weg wieder nach Hause. Der Großteil der Strecke verlief auf gut befahrbaren Wegen abseits der Strasse. Streckenlänge: 36 km.


Als Alternative den Weg über Neckargartach und Frankenbach über den Hipfelhof zur Annalinde. Von hier weiter nach Leingarten. Auf dem Rückweg ein kurzer Abstecher auf das ehemalige Buga-Gelände.

 

Die letzten Meter der AB-Brücke sind bald geschafft:

 

Vorbei an der Corellschen Hammerschmiede mit dem historischen Pumpwerk am Leinbach

vom Hipfelhof Richtung Annalinde:

 

auf dem ehemaligen BUGA-Gelände, die beiden Pavillons stehen noch.

Die Strecke lässt sich angenehm fahren, mit Ausnahme des Teilstückes unweit der Annalinde Richtung Leingarten. Dieser Weg besteht aus Furchen und vielen großen Steinen die verstreut liegen und das setzt sich bergwärts für ca. 1 Km fort. Bei oder nach Regen sicher unpassierbar, aus Sicherheitsgründen bevorzugten wir es, die Räder über diese Strecke zu schieben. Streckenlänge ähnlich wie erste Tour - 37 km


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