Tour in den Kraichgau

 

Anfang April mit dem Pedelec unterwegs in den Kraichgau. Der Weg führte über

Bad Wimpfen und Bad Rappenau

(Heilbronner Landkreis). In Bad Wimpfen ein kurzer Stopp bei der Stadtkirche und der aus Sandstein gefertigten Kreuzigungsgruppe, dem sogenannten Kalvarienberg, im 16.  Jahrhundert von Hans Backoffen erstellt.  Weiter ging es nach Bad Rappenau in den Kurpark der in den 1960er Jahren entstand und anläßlich der Landesgartenschau 2008 saniert und umgestaltet wurde. 

 

Über das Krebsbachtal durch Obergimpern, das zu Bad Rappenau (Heilbronner Landkreis) gehört, nach Untergimpern. U.g. ist ein Stadtteil von Neckarbischofsheim (Rhein-Neckar-Kreis). In U.g. entdeckte ich den reich geschmückten Osterbrunnen. 

 

Neckarbischofsheim

ein weiterer Stopp in der Stadt, die erstmals im Jahr 988 erwähnt wurde und in der sich zahlreiche historische Gebäude befinden, u.a. die Stadtkirche St. Salvador und das Alte Schloss am Schlossteich

 

Waibstadt - Mausoleum und Judenfriedhof

die im Mühlbergwald liegen und beide zu bedeutenden Kulturdenkmälern des Kraichgaus zählen. Der Friedhof ist der zweitgrößte jüdische Friedhof  Baden Württembergs mit einer Fläche von ca 2,3 Hektar und weit über 2500 erhaltenen Grabsteinen. Die ersten Bestattungen fanden zwischen 1648 und 1690 statt, genutzt wurde der Friedhof bis 1940.

Direkt daran grenzt das Mausoleum. Der jüdische Kaufmann Hermann Weil ließ das Mausoleum in den Jahren 1925 - 27 als letzte Ruhestätte für die Urne von ihm und seiner Frau erbauen. Der Bau ist dem ehemaligen salomonischen  Tempel in Jerusalem mit äußerem und innerem Vorhof und Heiligtum nachgebildet. Das Gebäude wurde während der Reichspogromnacht geschändet und die Urnen entwendet. 

In den Jahren 1981 - 83 erfolgten von der Stadt umfassende Renovierungsarbeiten, eine weitere Renovierung war 2009 notwendig. 

Im Jahre 1999 bildete sich an der Realschule Waibstadt, von Schülern und Lehrer, die Projektgruppe Judentum im Kraichgau und 2009 erfolgte die Gründung  Jüdisches Kulturerbe im Kraichgau e.V. Diese Projektgruppe setzt sich u.a. für die Erhaltung des Mausoleums ein. 

 

Neckarbischofsheim und Waibstadt gehörten zum früheren Landkreis Sinsheim (SNH), der 1972 aufgelöst wurde und in den Rhein-Neckar-Kreis überging.  

 

In Daisbach, Stadtteil von Waibstadt, ein kurzer Abstecher zur Schlossruine (ein weiterer Besuch für eine Fotoserie ist geplant). Auf der Rückfahrt mein letzter Fotostopp auf der Anhöhe zwischen Steinsfurt und Ehrstädt. Es gab noch so viele Motive, diese hebe ich mir für eine neue Tour auf :-)

 

Die erste Hälfte der Strecke bis Sinsheim verlief überwiegend abseits der Strasse auf gut fahrbaren und ausgeschilderten Wegen. Der Weg ab Sinsheim war fordernder, ich merkte, warum der Kraichgau das Land der 1000 Hügel heißt😏 Größere Strecken führten auf den Landesstrassen oder über frisch geschotterte Wege (mit einem Tourenrad nicht ideall) Die Ausschilderung läßt zeitweise zu wünschen und es ist von Vorteil ein Navi dabei zu haben. Um genug Reserven für den Rückweg zu besitzen, fuhr ich so oft wie möglich im offline-Modus. Nach den ersten Hügeln, zeigten bergwärts die verfügbaren Akkukilometer weniger wie meine Reststrecke an und die bange Frage "reicht's?" Bergwärts fehlt mir die Kraft, ich bin auf die Akkuunterstützung angewiesen. Es hat gereicht, ich kam zuhause mit 3 von 5 Balken an und das ist für die nächsten Touren beruhigend 😊 


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