Waibstadt

Stadt im Rhein-Neckar-Kreis. Liegt im Schwarzbachtal im nördlichen Kraichgau. Erstmalige Erwähnung 795 in der Schenkungsurkunde des Kloster Lorsch. Einwohner ca 5.700. Stadtteile: Daisbach und Bernau

letzte Aktualisierung: 06.09.22 

Bahnhof

Neoklassizistische Bahnhofsgebäude. Haltestelle der Schwarzbachtalbahn, S 51 

 

Kirchen

Stadtpfarrkirche "Unserer lieben Frau"

Am 14. Januar 1865 erfolgte die Grundsteinlegung. Der Turm mit 65 m Höhe ist weithin zu sehen und wird auch "der Dom des Kraichgaus" genannt.  Die römisch-katholische Kirche bietet ca 700 - 800 Personen Platz.

Marienkapelle

1884. 

Mausoleum und Judenfriedhof

die im Mühlbergwald liegen und beide zu bedeutenden Kulturdenkmälern des Kraichgaus zählen. Der Friedhof ist der zweitgrößte jüdische Friedhof  Baden Württembergs mit einer Fläche von ca 2,3 Hektar und weit über 2500 erhaltenen Grabsteinen. Die ersten Bestattungen fanden zwischen 1648 und 1690 statt, genutzt wurde der Friedhof bis 1940.

Direkt daran grenzt das Mausoleum. Der jüdische Kaufmann Hermann Weil ließ das Mausoleum in den Jahren 1925 - 27 als letzte Ruhestätte für die Urne von ihm und seiner Frau erbauen. Der Bau ist dem ehemaligen salomonischen  Tempel in Jerusalem mit äußerem und innerem Vorhof und Heiligtum nachgebildet. Das Gebäude wurde während der Reichspogromnacht geschändet und die Urnen entwendet. 

In den Jahren 1981 - 83 erfolgten von der Stadt umfassende Renovierungsarbeiten, eine weitere Renovierung war 2009 notwendig.  

Schwarzbach

Der Schwarzbach entspringt auf Gemarkung Neunkirchen, mündet bei Meckesheim in die Elsenz und ist ca 27 Km lang. Die Schwarzbachaue ist eine über 60 Hektar große Talaue mit Feuchtbiotopen und Wiesenflächen im Schwarzbachtal. 

Stau- und Hebewerk der Schwarzbach, errichtet 1899. Hier steht auch die Statue des heiligen Johannes von Nepomuk. 

Walderlebnispfad

Zwei Stationen von dem ca 3 km langen Walderlebnispfad

Die Geschichte zu den Waibschder Käskuche gibt es hier ⇒ uznamen+waibstadt+kaeskuchen+rezept


Daisbach

Eingemeindet: 1. Juli 1971 Erste urkundliche Erwähnung 1349. Einwohner: ca 1.300 

Evangelische Kirche erbaut 1786-1788, Anbau des Glockenturms 1937. An der Außenfassade die 1967 gefundene Grabplatte der 1502 verstorbenen Ursula von Rammung

Die Schlossruine Daisbach wurde zum ersten mal 1366 erwähnt als die Burg und das Dorf von Kuntz von Massenbach an die Herren von Venningen verkauft wurde. Vom Landesdenkmalamt wird das Jahr 1200 als Erstbauungsjahr vermutet. Die Burg wurde 1627 durch einen Brand schwer beschädigt und erst später 1730 wieder aufgebaut, 1750 wurde die Burg als neuerbautes Schloss beschrieben. 1983 verkauften die Herren Göler von Ravensburg die Schloßruine und den Park an die Stadt Waibstadt. 

Die Bürgerinitiative "Erhaltung der Schlossruine Daisbach" stoppte den weiteren Verfall durch Sanierungsmassnahmen in den Jahren 1991 bis 2000. Es wurden mehr als 10 000 Stunden ehrenamtlich geleistet. 

 
 
 
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