vom Rheinfall über Insel Reichenau nach Konstanz

Heute ist der Bericht lang, ich wollte ihn nicht aufteilen 😎

Wir starten zu unserer letzten Tour. Bei bewölktem Himmel fahren wir vom Hotel in Schaffhausen zum Rheinfall. Beim Bahnhof Neuhausen wählen wir den Rheinquai entlang des Rheins. Kurz nach der Rheinfallbrücke ist dieser (unangekündigt) wegen Bauarbeiten gesperrt und der geplante Aussichtspunkt lässt sich nicht anfahren. Wir befestigen die Räder am Geländer und machen uns auf den Weg zum südlichen Ufer. 

Der Rheinfall gehört zu den drei größten Wasserfällen in Europa. Mehr Infos ⇒ entstehung-des-rheinfalls 

 

Südliches Ufer:

Brücke der Rheinfallbahn, erbaut 1856, 177 m lang, ergänzt in den 1950er Jahren mit beidseitigen Fußgängerwegen, die über den Rhein zum Schloss Laufen führt.

 

Schloss Laufen und Aussichten auf den Rheinfall: 

Das südliche Ufer beim Schloss Laufen (Kanton Zürich) ist mit dem Eintritt zum Schloss, dem Panoramaweg und den Aussichtsplattformen kostenpflichtig, aktuell 5 CH Franken pro Erwachsener. Karten sind online zu erwerben oder vor Ort am Automaten (Franken, EC-Karte). 

Wir sind zurück bei den Rädern und entdecken eine Treppe die zu einem oberhalb liegenden Weg führt. Wir schieben die Räder hoch und hoffen, dass dieser Weg uns zu unserem Ziel führt. Über einen Umweg durch's Industriegebiet und die Stadt, gelangen wir wieder auf den Weg zur Schiffsanlegestelle am 

 

Nördlichen Ufer:

Das frei zugängliche nördliche Ufer befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinde Neuhausen (Kanton Schaffhausen), von hier starten die Rundfahrten oder die Überfahrt an den Rheinfallfelsen. Mit der Bootfahrt haben wir Glück, mit uns sind nur sehr wenige Personen an Bord. Das nächste Boot, dass uns abholt, ist voll besetzt - da wird es eng auf dem Felsen. Die Boote zur Überfahrt fahren im Abstand von 30 Minuten. 

Blick vom Großen Rheinfallfelsen:

Mit dem Besuch des Rheinfall kommen Erinnerungen an die Jugendzeit, meine Eltern besuchten mit uns mehrmals den Rheinfall, beim letzten Besuch gab es fast kein Wasser und die Enttäuschung bei uns Kindern war groß.  Dafür hat er mich heute mehr als entschädigt, selbst das Wetter entwickelt sich wieder zu einem Bilderbuchwetter. 
Wir starten unseren Rückweg durch die Stadt bis zum Bahnhof Neuhausen. Ab hier fahren wir auf dem gleichen Weg bis Stein am Rhein zurück. In Stein möchten wir einen Kaffee trinken und nochmals durch die Altstadt. Wir sehen die Menschenmassen die von den Schiffen strömen und fahren schleunigst weiter. Da hatten wir gestern, am Sonntag, richtig Glück mit der überschaubaren Menschenmenge. 

 

In Schaffhausen die Rheinbrücke N4, eine Schrägseilbrücke mit knapp 152 Metern Länge.

 

 

 

Nach Stein am Rhein radeln wir auf der Deutschen Seite des Rheins bis nach

 

Gaienhofen.

Tja wer richtig lesen kann ist klar im Vorteil :-) Wir schauten in der falschen Zeile, ab dieser Woche fährt das Schiff erst in 2 Stunden zur Insel Reichenau. Wir versüssen uns die Zeit mit leckerem Kuchen und Cappuccino und geniessen die Sonne.

 

Insel Reichenau

die größte Insel im Bodensee und über den Reichenauerdamm mit seiner Pappelallee vom Festland aus erreichbar. Im Jahr 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Beidseitig des Damms liegt das 767 Hektar große Naturschutzgebiet Wollmatinger Ried. Durch das milde Klima gibt es auf der Insel viel Gemüseanbau.

 

Konstanz

ein letzter Halt an der Rheinpromenade, der Abendhimmel 😍

Die letzte Übernachtung am Bodensee im Hotel Halm. Am nächsten Tag geben wir die Räder bei Radweg-Reisen ab und holen unser Auto, dass auf einem umzäunten Parkplatz von Radweg-Reisen parkt. Buchung der Übernachtungen mit Frühstück und Koffertransport  bei  Rückenwind. Alles war perfekt organisiert. Für die Reise gibt es ein persönliches Tourenheft mit den Reiseunterlagen und den wichtigsten Infos zur Strecke, Namen von Radwerkstätten die entlang der  Tour liegen, Reparaturset, Landkarte und die Routen als Navidateien. Radweg-Reisen und Rückenwind sind Kooperationspartner und erhalten unsere volle Empfehlung.

Resümee: unser erster Radurlaub und es hat uns sehr gefallen, mit dem Rad kann man  viel entdecken und kein suchen von Parkplätzen. Wir waren gemütlich und ohne Eile unterwegs - Urlaub pur. Die vielen verschiedenen Eindrücke beschäftigten meinen Kopf und er war frei vom Berufsalltag was sehr gut getan hat.

Was man nicht erwarten darf, dass der Radweg (der streckenweise auch als Fernweg bezeichnet wird) immer komfortabel zu befahren ist. Es sind einige Abschnitte dabei die über unbefestigte Wege oder holprige Asphaltstrassen führen. Was mein Rücken vermisste: mein extra gefederter Sattel am eigenen Rad. Die Ausschilderung ist größtenteils super, in wenigen Gebieten fehlt sie. Der Weg führt streckenweise über Strassen, wir hatten das Glück, dass diese nicht zu sehr befahren waren.

Was wir so nicht kennen: die vielen Wege die für Radfahrer gesperrt sind, ein Schild das uns oft begegnete. Viele Wege am See sind den Fußgängern vorbehalten. Es bleibt die Möglichkeit sein Rad zu schieben, was wir an einigen Stellen auch taten. 

Eine Powerbank für unterwegs ist von Vorteil, da man sich schon mal im Hotel entscheiden muss ob man nun Kameras, Navi oder Handys ladet. Mein Teasi (mit altem USB-Stecker) nahm keinen Strom mehr an, flackerte und gab vermeintlich den Geist auf, später stellte sich der Ladestecker als Verursacher heraus - zur Sicherheit auf zwei Stecker zum Aufladen der Geräte achten.

Die früheren Jahre hatten hier klar ihre Vorteile, man packte Kamera, Filme, eine Landkarte ein, Handys gab es lange nicht, Strom war unwichtig, das einzig wichtige war damals: hat man genug Filme dabei !?

In Bezug auf das Zusammenfassen der interessanten Orten war das nicht einfach. Beim Sichten der Fotos (1195🙈) wurde uns bewusst wie viel wir in diesen 8 Tagen kennen lernten und es sind Orte dabei, die für einen neuen Urlaub interessant sind. Die Fertigstellung der Beiträge hat nun länger wie geplant gedauert, ja manchmal wünsche ich mir Rentner zu sein :-) 

Radstrecke: 

Schaffhausen (Schweiz) - Rheinfall - Konstanz

62 Km  ⬈600m ⬊600m   ⤒457üNN  357üNN  🕐  3:40 Std  

Wegbeschaffenheit: ca 48 Km asphaltiert; Rest Kies und loser Untergrund.  

Schifffahrt:

Gaienhofen - Insel Reichenau ca 40 Minuten

 

zur Übersicht der einzelnen Touren ⇒ Bodensee - 3 Länder Rundfahrt


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