von St. Peter-Ording zum Westerheversand und zurück nach Tönning

In der Nacht und während unseres Frühstückes regnet es "Bindfäden" Wir beschließen den Zug nach St. Peter-Ording eine Stunde später zu nehmen. Unser Plan geht auf, kein Regen auf unserer Fahrt zum Bahnhof. Von Tönning fährt stündlich ein Zug bis zur Endstation St. Peter-Ording Bad.   

St. Peter-Ording

liegt am Ende der Halbinsel Eiderstadt. Anreisemöglichkeiten bestehen mit der Bahn, dem Auto, dem Fahrrad und dem Privatflugzeug. Die Gemeinde hat eine Schwefelquelle und ist ein Nordseeheil- und Schwefelbad. 

Eine Schulklasse fährt mit uns im Zug, es wird gelacht und gesungen, eine kurzweilige Fahrt. Was uns erstaunt und freut, sie singen Hits aus unserer Jugendzeit, wahre Evergreens. 

Vom Bahnhof bis zur Badbrücke ist es ca 1 Km.  Unser heutiges Ziel ist der Leuchtturm Westerheversand.  Die Pfahlbauten und den Strand wollen wir uns auf dem Rückweg anschauen. Für einen besseren Überblick fahren wir auf der Dammkrone und bei einem freien Zugang laufen wir kurz hinter die Dünen.

Auf unserem Weg zum Westerheversand die uns vertrauten Schafgatter und Schafe, denen wir dieses Mal etwas mehr Aufmerksamkeit schenken :-)

Leuchtturm Westerheversand

Erbaut 1907. Aufgrund des weichen Untergrundes wurde der Leuchturm auf 127 Eichenpfählen von je 7,70 m gebaut. Der Sockel besteht aus Stahlbeton mit einer mittleren Dicke von 60 cm, der Turmschaft aus 608 miteinander verschraubten, gusseisernen Mantelplatten. Höhe 40 m über dem Gelände. Das Leuchtfeuer dient als Leit- und Quermarkenfeuer für das Fahrwasser Hever.  Auf den beiden Seiten des Leuchtturms stehen die ehemaligen Leuchtturmwärterhäuschen, in der Zwischenzeit wird der Turm von Tönning aus automatisch überwacht. In den beiden Häusern sind die Nationalpark-Betreuer der Schutzstation Wattenmeer untergebracht. Eine Turmbesichtigung ist mit Führung möglich. 

Auf dem Rückweg halten wir am Tümlauer Koog an einer Vogelbeobachtungsstation. 

Kurz vor St. Peter Ording fängt es an zu regnen. Die Menschen suchen Unterschlupf an den Imbissen und Gaststätten. Für den Zugang zum Strand und den Pfahlbauten benötigt man eine Gästekarte. Uns ist es zu voll, wir fahren weiter. Unweit des Böhler Leuchtturmes der Zugang zum

Böhler Strand

der auch als  Ruhepool von St. Peter Ording bezeichnet wird. Hier gefällt es uns, der Nieselregen stört uns nicht. 

Auf unserer Weiterfahrt zum kleinen Hafen Ehstensiel, lässt sich immer öfters die Sonne blicken.

Ein kurzer Abstecher zum

Eidersperrwerk

dem größten deutschen Küstenschutzbauwerk. Das Sperrwerk wurde nach einer Bauzeit von 6 Jahren 1973 fertig gestellt und schützt nach dem schließen der Tore das Land vor den Sturmfluten. Auslöser für den Bau des Sperrwerkes war die schwere Sturmflut 1962.  Das Sperrwerk besteht aus 5 Doppeltoren, jedes mit einem Gewicht von 250 Tonnen. Im Normalbetrieb sind alle Tore geöffnet. Ab einem Wasserstand oberhalb einem Meter über dem mittleren Tidehochwasser (Gezeiten) werden beide Torreihen geschlossen. Für den Sielbetrieb werden die seeseitigen Tore während der Flut geschlossen, damit das Nordseewasser nicht in die Eider fließt. Bei Ebbe werden die Tore wieder geöffnet.  

Kurz vor unserem Hotel in Tönning. Ich überlege mir, wer hier von dieser Brücke springen will?

Bahnfahrt:

Tönning - Sankt Peter Ording Dorf (Endstation)

Radstrecke: 

Sankt Peter Ording - Westerheversand - Tönning

74 Km  ⬈144m ⬊147m   ⤒7,25müNN  -1,7müNN  🕐  4:15 Std   

 

 


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