Hamburg #3 - Planten un Blomen und Umgebung
Planten un Blomen

Unsere Erkundungstour beginnt am Schiller-Denkmal  im Gustav-Mahler-Park. Das Denkmal wurde zu Ehren Friedrich Schillers, einen gebürtigen Württemberger, errichtet. Der Entwurf stammt vom Hamburger Julius Lippelt, der das Werk nicht vollenden konnte, da er mit 34 Jahren an Schwindsucht starb. Fertig gestellt wurde das Denkmal von Carl Börner und 1866 enthüllt.  

Dammtorbahnhof

Die Bahnhofshalle steht unter Denkmalschutz. Der ursprüngliche Dammtorbahnhof wurde 1866 an anderer Stelle errichtet. 1903 baute man einen neuen und größeren an der heutigen Stelle und der alte Bahnhof wurde abgerissen. Den Namen erhielt der Bahnhof durch das ehemalige nördliche Hamburger Stadttor, eines von sechs Stadttoren die von 1616 bis 1625 errichtet wurden. Bei der Eröffnung 1903 war Kaiser Wilhelm II anwesend, daher wird der Bahnhof auch Kaiserbahnhof genannt oder durch die Nähe zur Messe auch Messebahnhof. 

Planten un Blomen

Der Name ist auf plattdeutsch und bedeutet "Pflanzen und Blumen". Die Wallanlagen, errichtet zwischen 1616 und 1625, dienten der Verteidigung Hamburgs. Ende des 18. Jhdt. wurde die Anlage militärisch bedeutungslos und so bekam der Kunstgärtner Isaak Hermann Altmann die Aufgabe die Wallanlagen nach englischem Vorbild zu gestalten. 1935 wurde das Gelände vom Hamburger Gartenarchitekt Karl Plomin anläßlich der Niederdeutschen Gartenschau umgestaltet.   

Bei unserem Besuch standen im Japanischen Garten die Rhododendren und Azaleen in voller Blüte. Beim anklicken (vergrößern) des ersten Bildes bitte auf die untere linke Ecke achten. Hier ist ein Erwachsener zu sehen, damit bekommt man einen kleinen Eindruck wie riesig diese Pflanzen sind.

Vom Park aus, der Blick auf das Untersuchungsgefängnis, ehemalige Hinrichtungsstätte am Holstenglacis. Hier liess die NS-Justiz von 1933 - 1945 mindestens 450 Menschen durch Enthaupten hinrichten. Das im Strafjustizgebäude ansässige Hamburger Amtsgericht fällte während des Krieges viele Urteile gegen Männer und Frauen die Deserteure auf ihrer Flucht mit Lebensmitteln versorgt, ihnen Unterkunft gewährt oder auf andere Weise geholfen haben. Quelle: Gedenktafel

Nach dem Park das Strafjustizgebäude und das Hamburgerische Verfassungsgericht.

Messehallen und Fernsehturm

im Karolinenviertel. Der Fernsehturm ist das höchste (279,2m) Gebäude der Stadt und wird auch als Hamburger Tele-Michel bezeichnet, erbaut 1966 - 1968 durch die Architekten Fritz Trautein und Rafael Behn. Aktuell ist der Turm für die Öffentlichkeit geschlossen, ab 2023 soll er wieder zugänglich sein. 

Bei den Messehallen findet man diesen neugotischen Backsteinbau aus dem 19. Jhdt. Früher diente er als Verwaltungsgebäude für das Kohlekraftwerk Karoline, heute wird der Bau als Kultur- und Veranstaltungsort genutzt. Das Kohlekraftwerk wurde 1894/95 erbaut. Nachdem es technisch veraltet und stark umweltbelastend war, wurde es 1988 abgeschaltet. Nur der Rest des Verwaltungsgebäudes besteht heute noch und befindet sich unter dem Dach einer Messehalle. Mehr Infos zum Karolinenviertel ⇒ wikiwand.com/Das Karolinenviertel 

mit der U-Bahn geht es von den Messehallen zum Jungfernstieg

Nicht weit vom Jungfernstieg sind die Colonnaden. Die Straße war 1880 eine Privatstraße der Gebrüder Wex, diese besaßen Grundstücke oder kauften sie und bauten Privatstraßen. Seit 1974 Fußgängerzone und seit 1978 stehen die eleganten Gründerzeit-Häuser und weiße Neorenaissance-Fassaden unter Denkmalschutz.

Hier ist mächtig viel los, der Antikmarkt für alte Schätze und Fundstücke findet statt. 

Unser Hotel liegt im Stadtteil Wilhelmsburg und so entscheiden wir uns für die 9-Uhr-Gruppenkarte für unsere Erkundungstouren. Damit können bis 5 Personen einen Tag lang den Öffentlichen Nahverkehr nutzen. Die Karte lohnt sich bereits ab 2 Personen. Je nachdem was man besichtigen will, lohnt sich auch die Hamburg-Card als 1-Tages- bis  5-Tagesticket, mit der man an zahlreichen touristischen Attraktionen einen Rabatt erhält.


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